Unsere Minikicker in der Saison 2017/2018 sind alle Kinder der Jahrgänge 2013 und jünger.

 

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Jahrgang 2013 und jünger:

Trainerin: Babsi Bialas
Trainerin: Kathrin Sell

Traningszeit: Freitag, 16.30 – 17.30 Uhr

 

Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger vom 22.12.2015:

 

Wenn der Trainer zum Hai wird . . .

VON TOM STEINICKE

 

Der Ball geht ihnen fast bis ans Knie, das Trikot oftmals sogar darüber hinaus. Die Schuhe werden kurz vor dem Anpfiff noch vom Trainer gebunden, doch gejubelt wird schon wie bei den Großen. Derzeit toben sich die Bambini – Nachwuchskicker im Alter von vier bis sechs Jahren – vornehmlich in den Hallen aus.

Während in der Halle die einzelnen Begegnungen in Turnierform ausgetragen werden, gibt es von Frühjahr bis Herbst keinen geregelten Spielbetrieb bei den Bambini im Fußballkreis Euskirchen (siehe „Spielfest“). „Damit sind wir mit Bonn im Umkreis eine echte Ausnahme. Das ist schade, aber die Vereine wissen sich zu helfen“, sagt Marc Brust vom SSV Lommersum.

Der Jugendkoordinator des Vereins nutzt zur Planung und Organisation von Freundschaftsspielen für die jüngsten Talente seine Kontakte aus der Zeit, in der er die A-Jugend und auch die Senioren des SSV trainierte. „Wir richten kleine Turniere aus, damit sich die oftmals weite Anfahrt auch lohnt“, so Brust. Er muss sich über Nachwuchssorgen beim SSV Lommersum keine Gedanken machen.

Gleich 40 Bambini-Kicker werden derzeit in Lommersum mit einem ausgearbeiteten Konzept an den Fußball herangeführt. „Wir haben drei Jahrgangsmannschaft ins Leben gerufen, denn die Fortschritte sind in den jeweiligen Jahrgängen schon enorm. So vermeiden wir, dass einzelne Kicker auf der Strecke bleiben und schon früh den Spaß am Fußball verlieren“, erklärt Brust.

Da sich das Training im Vergleich zu älteren Jugendlichen oder gar zum Seniorenbereich enorm unterscheide, würden sämtliche Übungseinheiten in Spielformen verpackt. Darin werden die Trainer auch gerne mal zum „Hai“, der mit der „Beute“ Ball gefüttert werden muss. Auch koordinative Entwicklung sei ein Schwerpunkt der Trainingsarbeit. Da es aber nicht nur um Fußball geht, hat der Verein die Pädagoginnen Silke Doppelfeld und Babsi Bialas mit ins Boot geholt, die regelmäßig bei den Übungseinheiten dabei sind. Beim SSV wird mit den Jüngsten nicht nur trainiert und gespielt. Auch Erlebnispädagogik steht immer wieder auf dem Programm.

„Wir fahren mit den Kindern beispielsweise zur Feuerwehr oder zur Polizei“, sagt Brust. An eine Sache habe er sich gewöhnen müssen – an den Kindergeburtstag als Entschuldigungsgrund. „Im Seniorenbereich sind Geburtstage als Ausrede verpönt, bei den Kleinen kommt nichts an eine Geburtstagsfeier heran. Kindergeburtstag geht immer vor“, sagt der Jugendkoordinator lächelnd. Die Jugendarbeit des SSV falle auf fruchtbaren Boden, freut er sich und ergänzt: „Der Kunstrasen hat dazu sicherlich einen großen Teil beigetragen.“

Einen Vorteil der vielen Kunstrasenplätze, auf denen die Nachwuchsfußballer nun oft spielen und trainieren, hat Peter Roth ausgemacht. „Darauf können sie wenigstens nicht anfangen, während der Übungsformen Sandburgen zu bauen. Auf dem Aschenplatz ist das ja schon fast Standard“, sagt der ehemalige Flamersheimer mit einem Augenzwinkern. Roth hat die aktive Karriere beendet und trainiert eine Bambini-Mannschaft in Wormersdorf: „Es ist schon eine große Umstellung zum Seniorenbereich. Am Anfang laufen ja noch viele aus Respekt vor dem Ball weg. Daran musste ich mich erst gewöhnen.“